Tourismuszentrum Šiauliai, Vilniaus Strasse 213, tel.: +370 41 523 110, +370 41 521 105






Main events
Search




 

Berg der Kreuze

Berg der Kreuze

Dorf Jurgaièiai, Gemeindeamt Meškuièiai , Kreis Šiauliai
http://kryziukalnas.lt

Der Hügel der Kreuze ist ein historisches und architektonisches Denkmal, ein einzigartiges Ensemble der Volkskunst. Er lockt die Menschen, alle Gläubige mit seiner Ruhe, Geistigkeit, der authentischen und sakralen Wesenheit an. Ein langgezogener, sattelförmiger Grabhügel breitet sich auf einem Flachland und ist von den Tälern des Bachs Kulpë und seiner namenlosen Nebenflü
ssen eingeschlossen. Der Hügel selbst wurde auf dem Grabhügel Jurgaièiai -  Domantai mit der daneben liegenden alten Siedlung, die aus den XIII.-XIV. Jht. datiert wurde, geformt. Zum sakralen Ort wurde er im XIX. Jht. Man wird erzählt, dass die ersten Kruzifixe hier von den nahen Verwandten der im Aufstand im Jahr 1831 umgekommenen Aufständischen aufgestellt worden waren, denen die zaristische Regierung nicht erlaubt hatte, geeignet die Begräbnisstätten deren Verwandten zu ehren. Die Anzahl solcher Kruzifixe ist nach dem Aufstand des Jahres 1863 zugenommen. Zu diesem Zeitpunkt fangen an, die eigenartigen Traditionen des Besuches dieses Hügels und der Aufstellung von Kruzifixen sich zu formieren. Der Hügel der Kreuze wurde zum Ort des Ablegens von Gelübden. Von der anderen Version abermals wird behauptet, dass viele Kruzifixe nach dem Erscheinen der heiligen Jungfrau Maria mit dem Christkind auf dem Hünengrab im siebten Jahrzehnt des XIX. Jhts. aufgestellt worden waren. Sie hat auch die Leute angeregt, die Kruzifixe auf diesem Ort aufzustellen. 1850 standen hier schon siebzehn Stück Kruzifixe. 1895-1898 wurden auf dem Hügel schon einhundertachzig Kreuze und Kruzifixe und 1938 - über vierhundert aufgestellt. Die Anzahl der Kruzifixe ist auch rasch während der sowjetischen Okupation zugenommen: 1960 war schon von größeren Kruzifixen fast zweieinhalb tausend.

Am Anfang des XX. Jhts. war der Hügel der Kreuze schon weit berühmt. Er wurde zahlreich besucht, hier fanden Gottesdienste, Kirchweihfeste statt. Für die sowjetische Macht hat der Hügel und die hier aufgestellten Kruzifixe keine Freude erregt. Somit ist auch der Zeitraum "der Vernichtung" angefangen, der fast zwanzig Jahre gedauert hatte. 1958 ließ im Hügel der Kreuze der Kolchos Meškuièiai den Kies graben. 1961 trieben sein Wesen schon die Geländehobel auf dem Hügel, die hölzernen Kruzifixe wurden kaputt gemacht, verbrannt, die eisernen zum Schrott abgegeben, die Stein- und Betonkruzifixe zerschlagen, vergraben oder im Bach versunken. Jährlich wurde man insgesamt je einhalbtausend Kruzifixe vernichtet und behauptet, dass angeblich nur die "keinen künstlerischen Wert habenden" Kruzifixe gestürzt und demoliert werden. Später hatte man über die Schweinepest - und Tollwut - "Seuchen" angekündigt, das Betreten des Territoriums wurde untersagt, die Straße, die zum Hügel der Kreuze führte, wurde von der Polizei bewacht. Am Ende des achten Jahrzehntes des letzten Jahrhunderts möchte man den zum Kanalisationsabflußgraben gemachten Bach Kulpë stauen und den Hügel überschwemmen lassen. Aber über die Nacht sind auf dem Hügel immer neue Kruzifixe entstanden, und nach jeder deren Zerstörung (sie waren insgesamt viermal organisiert) lebte der Hügel der Kreuze wieder auf.

1988 hatte der erfrischende Wind der Wiedergeburt geweht. Der Hügel der Kreuze wurde zum Eigentum nicht nur Litauens, sondern auch der ganzen Welt. Nun wird hier über einhundert tausend verschiedenster Kruzifixe, Gebetstöcke und Betsäulen, Skulpturen der Heiligen sowie Bilder mit den auf ihnen aufgehängten Rosenkränzen gezählt.

Am 7. September 1993 besuchte den Hügel der Kreuze der Papst Johannes Paul II. Hier hat er die heilige Messe gehalten, während der er für die litauischen Märtyrer des Glaubens und das ganze christliche Europa gebeten hatte. Hier wurde Litauen in Lippen des Christusnachfolgers als "Land der Kreuze" genannt. Über den Hügel der Kreuze hat später der Heilige Vater wie über "einen besonderen Ort in der Welt, wo die Leiden und der Schmerz des gegenwärtigen Jahrhunderts sich zusammentun, wo die Hoffnung der Auferstehung scheint" gesprochen.

 Während der Vorbereitung für die Apostelreise des Heiligen Vaters wurde 1993 gegenüber dem Hügel der Kreuze eine Kapelle errichtet, in der Johannes Paul II die heilige Messe gehalten hatte. An der Messe nahmen 100 tausend Pilger und Beter teil. Auch bis jetzt am letzten Wochenende des Julis findet hier das Ablassfest des Hügels der Kreuze statt.

Am 4. August 2006 wurde der Grundstein der Rekonstruktion des Territoriums des Hügels der Kreuze niedergelegt.























© Šiauliai TIC

Tourismuszentrum Šiauliai, Vilniaus Strasse 213, tel.: 523110, 521105

sprendimas: Coral solutions